Transition
Im Gesundheitswesen bezeichnet Transition den Übergangsprozess von einer kindzentrierten zu einer erwachsenenzentrierten Gesundheitsversorgung. Von den ersten Überlegungen und Vorbereitungen chronisch kranker Jugendlicher, über den eigentlichen Wechsel, bis hin zu dem Punkt, an dem die/der Patient:in sicher in der Erwachsenenklinik angekommen ist. Der Übergang ist ein zielgerichteter, geplanter und mehrjähriger Prozess. Er geht auf die medizinischen, psychosozialen, schulischen/beruflichen und individuellen Bedürfnisse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein, während sie lernen, mit ihrer lebenslangen chronischen Erkrankung umzugehen. Der konkrete Wechsel hingegen wird als Transfer bezeichnet und stellt somit eine Momentaufnahme der Übergabe oder Überweisung dar.
Der Übergang von der Kinderklinik in die Erwachsenenklinik bringt viele Herausforderungen mit sich. Zum Beispiel den Abbruch langjähriger Beziehungen zum Behandlungsteam oder mangelnde Selbstständigkeit der Patient:innen. Deshalb wird derzeit am CCRUD (Comprehensive Center for Rare and Undiagnosed Diseases) das standardisierte Transitionsprogramm "Ready4Transition - TransitionCare in rare and severe chronic diseases with onset in childhood" entwickelt und umgesetzt. Es steht allen Kliniken des AKH’s zur Verfügung, die minderjährige Patient:innen mit seltenen bzw. komplexen chronischen Erkrankungen, sowie volljährige Patient:innen nach dem Transfer in die Erwachsenenmedizin, versorgen. Verantwortlich hierfür ist in erster Linie die Transitionskoordination. Wir wollen dabei unterstützen, dass die jungen Erwachsenen gut vorbereitet und sicher begleitet werden, wenn sie den Schritt an die Erwachsenenklinik machen. Hierfür wird eine praktische Toolbox für das Fachpersonal, die Patient:innen und Bezugspersonen entwickelt, die Hilfsmittel wie Talking Boards zur Gesprächsanregung, Checklisten, Infoflyer, usw. beinhaltet.